Die THW-Jugendgruppe Schweinfurt hat sich mit zwei Fahrzeugen samt Anhängern am 02.08.2016 gegen 18:00 Uhr auf den Weg nach Neumünster gemacht und kam am 10.08.2016 kurz vor Mitternacht nach ereignisreichen Tagen im hohen Norden wohlbehalten zurück.
Das
Verpacken und Verstauen der vielen Ausrüstungsgegenstände ging
schon Tage vorher los. Am 02.08.2016 gegen achtzehn Uhr war es soweit
– der Konvoi aus dem Ortungsfahrzeug mit großem Anhänger und
Mannschaftstransportwagen mit kleinem Anhänger setzte sich in
Richtung Norden in Bewegung. Ziel war das knapp 600 km entfernte
Neumünster. In den frühen Morgenstunden des 03.08. wurde das Ziel
auch erreicht, aber die Zufahrt zum Zeltplatz des Bundesjugendlagers
war noch verschlossen. So musste die Besatzung noch bis neun Uhr in
den Fahrzeug aushalten, bis endlich die Zelte aufgebaut werden
konnten – und wie es der Wetterbericht erwarten ließ, bei Regen.
So hieß es erst mal Zelte aufbauen und das ganze Material
schnellstmöglich in die Zelte bringen. Nach der ersten Arbeit
schloss sich die Lagererkundung an – wo sind die Duschen und
Toiletten, wo gibt es Essen und was gibt es sonst noch so –
vielleicht auch bekannte Gesichter von früheren Zeltlagern. Nach dem
Abendessen kam die offizielle Eröffnung des 16. Bundesjugendlagers
der THW-Jugend.
Für den
eigentlich ersten Zeltlagertag, den 04.08., war ein Ausflug nach
Hamburg angesagt. Mit den Fahrzeugen ging es nur bis zum Randbereich
der Großstadt, und dann mit den Wassertaxis weiter durch den Hafen
in die Stadt zum Miniaturwunderland. Auf dem Rückweg kam die Queen
Elizabeth entgegen – schon beeindruckend.
Das
Wochenende begann mit einem Ausflug nach Büsum zur Wattwanderung –
und natürlich wurde vom Wattführer „Willi der Wattwurm“
ausgegraben. Nicht jedermanns Sachs, so ein Gewürm. Aber Spaß hat
es gemacht und danach ging es mit noch mehr Spaß ins
Wellenschwimmbad. Und eh man sich verguckte, war es wieder Zeit für
die Rückfahrt nach Neumünster, um sich für den „Großen Tag“
des Zeltlagers, den Bundesjugendwettkampf mit unseren Freunden aus
dem Ortsverband Karlstadt als Vertreter Bayerns vorzubereiten.
So ging
es am Sonntag auf den Wettkampfplatz. Die entsprechenden Fahnen für
Bayern und das unterfränkische Karlstadt durften nicht fehlen. Trotz
des Fanclubs und der unermüdlichen Unterstützung der Zuschauer
reichte es für die Junghelfer der THW-Jugend Karlstadt nicht zum
Sieg. Am Ende war es Platz vier.
Die
Woche fing mit Sportturnieren an. Unsere Mädchen und Jungen
entschieden sich schon im Vorfeld für das Bogenschießen, eine
Sportart, mit der die THW-Jugend erst einige Tage vor dem Zeltlager
das erste Mal beim Schnupper-Schießen in Berührung kam. Die
Eindrücke von dem Schnupperkurs waren aber noch so frisch, dass sich
die Ergebnisse sehen lassen konnten.
Für
Dienstag, den 08.08. stand ein Ausflug nach Kiel in das Aquarium am
Goemar Forschungszentrum auf dem Programm. Ein Highlight war der
Blick hinter die Kulissen mit einer Führung durch den
Aufzuchtbereich des Aquariums. Nach dem Blick in die Welt der
Meeresbewohner ging es weiter nach Laboe zum Marinedenkmal und zu
einer Besichtigung des U-Boots U-995. Im Anschluss wurde noch ein
gemütlicher Tagesausklang am Strand gestartet, aber der kühle Wind
war so unangenehm, dass der Ausflug recht schnell ausklang.
Am
vorletzten Tag hatte sich die THW-Jugend nochmal nach Hamburg
aufgemacht, wobei erst noch das auf dem Weg liegende Schwimmbad
besucht wurde. Danach hat die Jugendgruppe Kontakt zur Hamburger
Unterwelt aufgenommen. Sie haben den Bunker am Steintorwall nahe dem
Hamburger Hauptbahnhof besucht, und eine Führung vom Verein
Hamburger Unterwelten genossen. Zum Schluss ging das Licht aus –
nur noch die fluoreszierenden Wegweiser an den Wänden zeigten den
Weg ans Tageslicht – schon beeindruckend und im ersten Augenblick
auch beklemmend. Zurück auf dem Zeltplatz in Neumünster gab es nach
dem Abendessen noch eine Siegerehrung für unsere Jugendgruppe. Im
Sportturnier haben sie beim Bogenschießen den zweiten Platz
erreicht. Und so ging der letzte Zeltlagertag mit einer kleinen
Siegesfeier zu Ende.
Der
10.08. war der Tag des Abschieds – schon um elf Uhr war alles
verstaut und es ging zurück nach Süden, nach Schweinfurt. Nach der
Ankunft kurz vor Mitternacht reichte es noch zum Aufbau der
Feldbetten und zum wohlverdienten Schlafen. Aufgeräumt wurde erst am
nächsten Vormittag, bis es dann zur Mittagszeit nach Hause ging.
Trotz
der Anstrengungen der langen Fahrt war es eine klasse Zeit mit vielen
Erlebnissen und noch mehr Spaß – und dem einen oder anderen
Zeltlagergeheimnis.
Also
dann – bis zum nächsten Mal.
von Rüdiger Hinkel